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DigiLe 

Entwicklung, Erprobung und Evaluation mediengestützter Module mit Methoden des E-Learning

Über das Projekt

Digitalisierung als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Transformation beeinflusst formelle und informelle Bildungsprozesse. Zunehmend flexibilisierte und individualisierte Ansprüche an zeitgemäßes Lernen verändern dabei die Bildungsgewohnheiten von Studierenden. Digitale Tools können hierbei Schnittstelle zwischen Wissensvermittlung, Selbstwirksamkeit, kollaborativer Arbeit sowie der Erreichung lehrveranstaltungsspezifischer Ziele besetzen. Hochschulen beziehungsweise höhere Bildungseinrichtungen bestärken damit ihre Rolle als Orte der Wissensreproduktion bei gleichzeitiger Befähigung der Studierenden für die aktive Gestaltung von Wandlungsprozessen. Das Projekt „Digitalisierung der Lehre - Entwicklung, Erprobung und Evaluation mediengestützter Module mit Methoden des E-Learning (DigiLe)“ setzte sich im Zuge dessen mit der Entwicklung eines neuen hochschuldidaktischen Konzepts unter Einbezug digitaler Lernarrangements in der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung auseinander.

DigiLe

Fördermittelgeber: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft (TMWWDG)

Projektträger: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft (TMWWDG)

Laufzeit: 10.2019 bis 10.2020

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Digitalisierung der Lehre

E-Learning als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Transformation

Im Zentrum der Forschung stehen Entwicklung, Erprobung und Evaluation mediengestützter Module mit Methoden des E-Learning.

Methodik und Verfahrensweise

Lehre unter Einbezug digitaler Tools erfordert eine Neukonzipierung hochschuldidaktischer Designs inklusive einer forschenden Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der Lehrveranstaltungsformate, um einen nachweisbaren Mehrwert durch nachhaltigeres Lernen zu erzielen. Dabei sind unter anderem die Organisation und Bereitstellung der betroffenen Lehrveranstaltungen an Hochschulen, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden sowie die charakteristischen Rollenprofile der Akteure zu hinterfragen.
 
Bislang gibt es noch wenig Erfahrung mit Methoden der multimedialen, intermodalen Lehre in der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung. Dabei werden besonders im Rahmen dieses Studienganges höherwertige Kompetenzen wie Analyse-, Bewertungs- und Kritikfähigkeit, z.B. in der Auseinandersetzung mit Planungsprojekten und der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen erwartet. Durch die Schaffung einer konstruktivistischen Lernumgebung werden die individuellen Voraussetzungen und Kenntnisse des einzelnen Studierenden anerkannt, während sie zeitgleich dazu angeleitet werden, sich selbst aktiv Wissen anzueignen.
Das Projekt „DigiLe“ hat die Vorbereitung, Durchführung und Evaluation einer mediengestützten Lehrveranstaltung unter dem Einsatz von E-Learning-Methoden in der Fachrichtung „Stadt- und Raumplanung“ zum Gegenstand. Im Fokus des Projektes steht das Modul „Stadt- und Siedlungsplanung“. Mit Hilfe digitaler Tools sollen die Lehrveranstaltungen und das Selbststudium unterstützt sowie kooperatives und individuelles Lernen befördert werden.
 
Zur eigenständigen Erarbeitung des Stoffes durch die Studierenden wurden multimediale Inhalte auf der Lernplattform Moodle (LMS) bereitgestellt (z.B. Videoaufzeichnungen, Animationen, Online-Beiträge, Literatur). Die gemeinsame Bearbeitung und Reflexion der Vorlesungsinhalte sollte anschließend sowohl während der Präsenzveranstaltungen (u.a. durch Gruppenarbeiten, Live-Umfragen) als auch außerhalb der Seminare erfolgen. Dabei sollen digitale Tools zur Ideenfindung und zum kooperativen Schreiben, gegenseitiger Beurteilungen im Sinne des Peer Learning oder auch Werkzeuge der Online-Kommunikation zum Einsatz kommen. Auch das Inverted Classroom Model unter Berücksichtigung des Blended Learning stellte ein didaktisch interessantes Element dar, das erprobt werden sollte. Blended Learning umschreibt dabei die didaktische Verbindung von Präsenzveranstaltungen und E-Learning Pensum. Neben dem reinen Wissenserwerb sollten Problemlösekompetenz, Lerntransfer und Selbstlernkompetenz gesteigert werden. Diese Kompetenzen sind für das berufliche Anforderungsprofil für Stadt- und Raumplaner*innen essentiell.

Zentrale Fragestellungen

  1. Wie gelingt qualitätsvolle Lehre im Spannungsfeld zwischen Großveranstaltung und individualistischem Lernen?

  2. Wie können Präsenzveranstaltungen attraktiv gestaltet werden und für Diskurs und Vertiefung des Wissens genutzt werden?

  3. Wie kann blended-learning konzeptionell und didaktisch in der Lehre im Studiengang „Stadt- und Raumplanung“ umgesetzt werden?

  4. Wie können Methoden und Tools des E-Learning effektiv und mit nachhaltigem Lernerfolg in den fachlichen Kontext der Stadt- und Raumplanung eingebunden werden?

  5. Inwieweit verändern sich die Lernergebnisse durch den Einsatz von digitalen Tools und einer Anpassung hochschuldidaktischer Designs unter Einbezug digitaler Lernarrangements?

Zielstellung

Das Projekt diente dazu, neue Methoden der digitalen Hochschullehre zu erproben, zu evaluieren und für die breite Anwendung in der Fachrichtung nutzbar zu machen. Die Evaluation sollte neben der Anwendbarkeit der E-Learning Tools für Lehrende und Studierende, den Mehrwert von multimedialen und -modalen Lern- bzw. Lehrkonzepten im Rahmen einer qualitätsorientierten Weiterentwicklung der Lehre in der Fachrichtung „Stadt- und Raumplanung“ betrachten.
 
Zur Anpassung der neuen Lehrmethoden an den fachspezifischen Kontext wurden im Rahmen des Vorhabens zunächst ein didaktisches und technisches Lehrkonzept unter Berücksichtigung der Kriterien für die Auswahl geeigneter Online-Werkzeuge und der Erfolgsfaktoren für gute mediengestützte Lehre erstellt sowie die E-Learning Inhalte für die Vorlesungen im SoSe 2020 vorbereitet. In der Durchführungsphase wurden die Konzepte während der Vorlesungszeit angewandt, ausgewertet sowie für zukünftige Veranstaltungen optimiert. Für den Transfer der Ergebnisse wurde eine hochschulöffentliche Präsentation durchgeführt.

Projektteam

Projektleitung

Prof.in Dr.-Ing. Heidi Sinning

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Theresa Grimm