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Energieeffizienz und Wohnungswirtschaft  EnWoKom

Erprobung von Umweltkommunikationskonzepten zum energieeffizienten Bewohnerverhalten in Bestandssiedlungen in Erfurt und Kassel

Über das Projekt

Das von der DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderte Modellprojekt EnWoKom verfolgte die zuvor kaum untersuchte Forschungsfrage, unter welchen Bedingungen kommunikative Ansätze zu einer effektiven Umsetzung der kommunalen Klimaschutzziele beitragen können. Es wurde analysiert, wie sich die Verbraucher (u.a. verschiedene Lebensstile, Altersgruppen) in ihrem Energiekonsumverhalten und in ihrem Engagement für Klimaschutz unterscheiden. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchungen war es, sowohl den Beitrag, den die Wohnungsunternehmen zum Klimaschutz bereits leisten, herauszuarbeiten als auch die Potentiale, die sie durch die Ansprache ihrer Mieterschaft haben, weiter zu erschließen. Bestandteile des Projekts waren die modellhafte Erprobung von Informations- und Partizipationsansätzen. Hierfür wurden in den Städten Erfurt und Kassel insgesamt drei Fallquartiere ausgewählt und in Kooperation mit der Wohnungsbaugenossenschaft “Erfurt“ eG (WbG “Erfurt“) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH (GWG) modellhafte Ansätze umgesetzt.

EnWoKom

Fördermittelgeber: Drittmittel-Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Laufzeit: 06.2013 - 04.2018

Bild

Das DBU - Modellprojekt

Energieeffizienz und Wohnungswirtschaft für kommunale Klimaschutzziele

Gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Wohnungsunternehmen aus den Städten Erfurt und Kassel wurden Informations- und Beteiligungsmethoden erprobt und weiterentwickelt.

Wohnungsunternehmen übernehmen als Ansprechpartner für ihre Bewohnerschaft und als Kooperationspartner eine wichtige Rolle bei der Umsetzung kommunaler Klimaschutzziele. Neben technologischen Innovationen, Energieeinsparungen und der Steigerung der Energieeffizienz bildet das Energieverhalten privater Haushalte eine entscheidende Säule der Energiewende. Wohnungsunternehmen können hier einen Beitrag leisten, die Klimaschutzziele der Bundesregierung, Städte und Regionen durch Schaffung eines breiteren gesellschaftlichen Konsenses sowie durch substanzielle CO2-Minderung zu unterstützen. Da insbesondere bei der Fragestellung, wie durch Information, Partizipation und Vernetzung der Akteure die Akzeptanz für die Energiewende gefördert und Verbraucherverhalten in der Bewohnerschaft geändert werden können, noch erhebliche Forschungslücken bestehen, ergab sich ein diesbezüglicher Forschungs- und Handlungsbedarf.

Das DBU - Modellprojekt „Energieeffizienz und Wohnungswirtschaft“ setzte hier an. Gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Wohnungsunternehmen aus den Städten Erfurt und Kassel wurden Informations- und Beteiligungsmethoden erprobt und weiterentwickelt, die dazu geeignet sind, Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Bewohnerschaft beim Energiekonsum zu bewirken. Die kommunikativen Instrumente kamen dabei nicht nur während, sondern bereits vor dem eigentlichen Sanierungsvorhaben zur Anwendung, um die Bewohnerschaft frühzeitig auf das Sanierungsvorhaben vorzubereiten und für energetische Themen zu sensibilisieren.

Methodik und Ergebnisse

Methodisch wurden die Effekte der erprobten Verfahren vor und nach deren Durchführung durch Befragungen und Verhaltensbeobachtungen überprüft und ausgewertet.

Im Ergebnis wurden erfolgreiche Strategien zur Stärkung eines energieeffizienten, nachhaltigen Verhaltens identifiziert sowie eine Verbesserung des CO2-Fußabdrucks der Bewohner:innen in Bestandsquartieren am Beispiel der beteiligten Modellstädte und Wohnungsunternehmen zum Ziel gesetzt. Insbesondere wurde herausgearbeitet, wie eine Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und Energieberatern aufgebaut bzw. intensiviert werden kann, um private Haushalte langfristig noch effektiver für die Thematik zu sensibilisieren. Als weiteres Ergebnis konnten Handlungsempfehlungen für die Wohnungswirtschaft und Stadtentwicklung erarbeitet werden. Diese ermöglichen Wohnungsunternehmen und kommunalen Verwaltungen eine Hilfestellung, wie sie Kommunikationsprozesse und eine kooperative Entwicklung von Lösungsstrategien zur Energiewende im Dialog mit der Bewohnerschaft entwickeln bzw. anwenden können.

Projektteam

Projektleitung

Prof.in Dr.-Ing. Heidi Sinning

Luciana Löbe, M. Sc.

ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Klaus Weber, M. Eng.

ehem. Wissenschaftlicher Mitarbeiter