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Allianz „Thüringer Becken“ - Interkommunale Zukunftsstadt 2030+

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung der bundesweite Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ausgerufen. Als Teilnehmer dieses Wettbewerbs hat es sich die Allianz „Thüringer Becken“ zur Aufgabe gemacht, eine ganzheitliche und nachhaltige „interkommunale Leitvision 2030+“ zu entwickeln. Das ISP übernimmt dafür die wissenschaftliche Begleitung, die fachliche Beratung zur Durchführung der Zukunftskonferenzen und die Evaluierung des Beteiligungsprozesses. Die planerische Begleitung und Projektkoordination übernimmt für die Allianz „Thüringer Becken“ die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG.
 Die Allianz „Thüringer Becken“ wurde 2014 gegründet und ist ein Zusammenschluss der Städte Buttstädt, Kindelbrück, Sömmerda und der Gemeinde Straußfurt. Ihr Ziel ist es, die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken und aktuelle Herausforderungen zu bewältigen. Kooperationen erfolgen unter anderem in den Bereichen der Fördermittelgewinnung, der energetischen Stadt- und Dorfentwicklung, der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Basis der zukünftigen interkommunalen Entwicklung bildet die enge Zusammenarbeit mit den Bewohnern und weiterer lokaler Akteure. Im Rahmen der „interkommunalen Zukunftsstadt 2030+“ soll ein Zukunftskonzept mit interkommunaler Leitvision, Handlungsempfehlungen und Realisierungsvorschlägen zu den Kernthemen „Energie“, „Verkehr“, „Netze“ und „Leben“ erstellt werden. Dies erfolgt in den vier Kommunen durch parallel und gemeinsam stattfindende Beteiligungsprozesse.

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Fördermittelgeber: Drittmittel-Forschungsprojekt des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSK)

Laufzeit: 08.2015 - 03.2016

 

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Vier Kernthemen

Das Zusammenspiel von Energie, Netzen, Verkehr und Leben

Im Rahmen der „interkommunalen Zukunftsstadt 2030+“ soll ein Zukunftskonzept mit interkommunaler Leitvision, Handlungsempfehlungen und Realisierungsvorschlägen erstellt werden.

Der Wettbewerb des BMBF gliedert sich in drei Phasen. Innerhalb der ersten Phase liegt der Fokus auf der Erarbeitung einer Zukunftsstrategie unter Einbindung der verschiedenen Akteure vor Ort. Methodisch werden dazu Zukunftskonferenzen in allen vier Kommunen zeitgleich durchgeführt. Dabei wird das „gesamte System der jeweiligen Kommunen in einen Raum gebracht“ (Seliger 2008: Einführung in Großgruppen-Methoden, Heidelberg), sodass verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und der Zivilgesellschaft die Stadtgesellschaft repräsentieren und in wechselnden Gruppen lokale Potenziale erörtern und Entwicklungsideen für die Städte und Gemeinden sowie das Bündnis ausarbeiten. Öffentliche Akteure, Interessensvertreter und die Zivilgesellschaft werden so mobilisiert und frühzeitig in die zukünftige interkommunalen Entwicklungen  integriert, indem sie Ideen, Anregungen und Vorschläge in Planungsprozesse einbringen.
 
Die Zukunftskonferenz wird den Großgruppen-Methoden zugeordnet und wird in der Stadtplanung zur Leitbildentwicklung und zur Erstellung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten angewandt. Sie findet über mehrere Tage hinweg statt und durchläuft verschiedene Arbeitsschritte unter Anwendung verschiedener Arbeitsweisen: (1) Aufarbeitung der Vergangenheit, (2) Analyse der gegenwärtigen äußeren und inneren Trends, (3) Entwicklung von Visionen, (4) Konsensfindung, (5) Maßnahmen- und Projektplanung.
 
Die erste Phase des Wettbewerbvorhabens „Allianz „Thüringer Becken“ – interkommunale Zukunftsstadt 2030+“ wird durch das ISP wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Dabei stehen die Evaluierung der dialogorientierten Erarbeitungsprozesse und die Ergebnisse der Zukunftskonferenzen im Mittelpunkt. Ziel ist die Qualifikation für die zweite Phase des Wettbewerbes „Zukunftsstadt“ und die damit einhergehende Konkretisierung und Planung der Visionen.

Projektteam

Projektleitung

Prof.in Dr.-Ing. Heidi Sinning

Madlen Kratzsch, B.Sc.

ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Nora Rebmann, B.Sc.

ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin