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Nachhaltige Konsummodelle der Share Economy in der Wohnungswirtschaft

Über das Projekt

Der Trend der „Share Economy“ hat auch in der Wohnungswirtschaft Einzug erhalten. Die Initiativen zum Teilen, Tauschen und Leihen spiegeln den Zeitgeist von „Nutzen statt Besitzen“ wider. Wohnungsunternehmen erkennen vermehrt ihre Rolle zur Förderung von Nachhaltigkeit und entwickeln für ihre Mieterinnen und Mieter wohnortnahe, kollaborative Angebote in den Konsumfeldern Wohnen, Energie, Ernährung oder auch Mobilität.
Die Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins und des nachhaltigen Konsums sind wichtige aktuelle Ziele der Bundesregierung. Um nachhaltigen Konsum zu erreichen, sind sowohl technische als auch gesellschaftliche Lösungsansätze notwendig. Das wachsende Segment der „Share Economy“ bzw. des kollaborativen Konsums bietet dabei eine große Chance für neue Konsum- und Eigentumsmodelle. Auch die Wohnungswirtschaft hat den Trend zur gemeinsamen Nutzung von Gütern erkannt und bereits Ansätze des Teilens und Tauschens in ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio aufgenommen. Dazu zählen bspw. vergünstigte Car-Sharing-Angebote für die eigene Mieterinnen und Mieter oder auch die Bereitstellung von Flächen für Urban Gardening-Initiativen, Gemeinschaftsräume, Food-Kooperationen oder Recyclinginitiativen.

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Fördermittelgeber: Drittmittel-Forschungsprojekt des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger: VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Laufzeit: 08.2015 – 10.2017

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Share Economy in der Wohnungswirtschaft

Förderung von Nachhaltigkeit und Entwicklung neuer Angebote

Wohnungsunternehmen erkennen vermehrt ihre Rolle zur Förderung von Nachhaltigkeit und entwickeln wohnortnahe, kollaborative Angebote für Mieter*innen (bspw. im Konsumfeld Wohnen).

Forschungsvorhaben und Methodik

Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens stehen die zu erwartende Entwicklung des Potenzials sowie die zukünftigen Trends von kollaborativen Innovationsprozessen in der Wohnungswirtschaft im Hinblick auf das nachhaltige Konsumverhalten von Bewohnerinnen und Bewohnern städtischer Wohnquartiere. Eine besondere Herausforderung stellt die Verbindung mit der aktuellen wohnungspolitischen Debatte um mehr bezahlbaren Wohnraum dar. Der Beitrag nachhaltiger Konsummodelle für die Versorgung einkommensschwacher Haushalte soll daher besonders untersucht werden. Die wesentlichen Ziele des Forschungsvorhabens sind:

  • Erhebung und Typisierung bestehender Modelle zu kollaborativem, nachhaltigem Konsum in der Wohnungswirtschaft;

  • Ermittlung und Abschätzung möglicher Potenziale, die sich zukünftig aus der Anwendung derartiger Konsummodelle in der Wohnungswirtschaft ergeben;

  • Aufzeigen von Chancen, Risiken und Wirkungen der Förderung kollaborativen Konsums in der Wohnungswirtschaft;

  • Identifikation von Potenzialen und Konflikten zwischen kollaborativen Konsummodellen und der Versorgung mit bezahlbaren Wohnraum.

Methodisch sollen innerhalb einer Vorstudie eine Auswahl möglicher Fallquartiere zusammengestellt und via Online-Befragung der beteiligten Wohnungsunternehmen ausgewählt werden. Nach Auswahl von zwei Quartieren als Untersuchungsgegenstand werden in Fallstudien empirisch Mieterbefragungen und Zukunftswerkstätten durchgeführt und ausgewertet. Ein konkreter Praxisbezug wird anschließend anhand eines Beispielquartiers der KoWo in Erfurt hergestellt. Aus den Ergebnissen sollen Handlungsempfehlungen für Wohnungsunternehmen abgeleitet und auch ein Ausblick auf die künftige Entwicklung des bearbeiteten Themas gegeben werden.

Projektteam

Projektleitung

Prof.in Dr.-Ing. Heidi Sinning

Marie-Luise Baldin, M.A.

ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Luciana Löbe, M. Sc.

ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin